Merkel muss Kritik am Betreuungsgeld ernst nehmen!

Familie

++Schwesig: Merkel muss Kritik am Betreuungsgeld ernst nehmen!++

Zur anhaltenden Debatte innerhalb der Union um das Betreuungsgeld erklärt die stellvertretende SPD-Vorsitzende, die Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig:

Das Betreuungsgeld ist familien- und bildungspolitisch irrsinnig. Angesichts der anhaltenden innerparteilichen Kritik scheint sich diese Erkenntnis nun auch in der Union durchzusetzen. Diese „Fernhalteprämie“ ist unausgegoren und der falsche Weg, um Kinder in Deutschland unabhängig von ihrer Herkunft von Anfang an zu fördern. Wir müssen alles dafür tun, dass alle Kinder einen frühen Zugang zu guter Bildung bekommen. Die zwei Milliarden Euro, die die Bundesregierung für das unsinnige Betreuungsgeld einplant, sind deshalb eine unverantwortliche Fehlinvestition und müssen dringend in den Ausbau von Bildung und Betreuung investiert werden. Frau Merkel sollte die Kritik ihrer Parteifreundinnen ernst nehmen und auf das Betreuungsgeld verzichten!

Immer noch fehlen bundesweit 230 000 Krippenplätze. Frau Schröder macht es sich zu einfach. Anstatt endlich ihrer Aufgabe als Familienministerin gerecht zu werden und den Kita-Ausbau zu ihrem Projekt zu machen, lehnt sie sich zurück und zeigt mit dem Finger auf die Länder. Der für 2013 beschlossene Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz ab Eins muss umgesetzt werden. Die Bundesregierung muss endlich einen „Krippengipfel“ einberufen, auf dem Bund, Länder und Kommunen gemeinsam für eine Lösung sorgen.

Für die SPD hat der Ausbau von Bildung und Betreuung oberste Priorität. Wir haben deshalb ein realistisches und umfassendes Konzept vorgelegt, das die Einführung eines Rechtsanspruchs auf Ganztagsangebote in Kitas und Schulen bis 2020 vorsieht.

 
 

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